24.04.2018

223. Institutsseminar: Romedio Schmitz-Esser, Meinhard II., Rudolf von Habsburg und das lange Leben Konradins in Österreich (27. 4. 2018)

Am Freitag, den 27. April 2018, findet ab 17.15 Uhr im Elise-Richter-Saal am Hauptgebäude der Universität Wien das 223. Institutsseminar des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung statt. Es spricht Romedio Schmitz-Esser, Professor für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, zum Thema:

„Meinhard II., Rudolf von Habsburg und das lange Leben Konradins in Österreich“

Abstract: Zu den wichtigen Unterstützern der staufischen Seite gehörten Graf Meinhard II. von Görz-Tirol und Rudolf von Habsburg. Doch der Anteil des Tiroler Landesfürsten und des künftigen römisch-deutschen Königs am Italienzug des jungen Konradin von 1267/68 blieb doch sehr überschaubar. Die Umkehr Meinhards in Verona wurde bereits in den zeitgenössischen Quellen widersprüchlich diskutiert; dass der eigene Schwiegervater den Staufer seinem Schicksal überließ, muss offenbar schon die Zeitgenossen beschäftigt haben und blieb erklärungsbedürftig. Dies galt umso mehr, als die Hinrichtung Konradins und das Ende der Staufer den Aufstieg Meinhards und Rudolfs begünstigte: Festigte Meinhard seine landesfürstliche Herrschaft in den Alpen, traten die Habsburger im Reich das Erbe der Staufer an. Der Bezug auf Konradin spielte dabei jedoch auch weiterhin eine wichtige Rolle – bis in die Geschichtsforschung seit dem 19. Jahrhundert und die populäre Erinnerung im Österreich der Gegenwart.

Die Veranstaltung ist wie alle Institutsseminare öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen. Die Einladung im PDF-Format gibt es hier.